27 April 2026, 00:35

"Worüber Jüdinnen und Juden sprechen" zeigt die Vielfalt jüdischen Lebens in Deutschland

Ein abgenutztes Buch mit hebräischer Schrift, betitelt "Jüdisches Pessach-Seder", vor einem schwarzen Hintergrund.

"Worüber Jüdinnen und Juden sprechen" zeigt die Vielfalt jüdischen Lebens in Deutschland

Ein neues Buch mit dem Titel "Worüber Jüdinnen und Juden sprechen: Zehn Gespräche aus Deutschland" wirft einen frischen Blick auf das jüdische Leben im Land heute. Erschienen im Hentrich & Hentrich Verlag, vereint es acht jüdische Stimmen in zehn Dialogen und geht dabei über die übliche öffentliche Fokussierung auf die NS-Erinnerung oder den Nahostkonflikt hinaus.

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Das Buch fängt die Vielfalt jüdischer Erfahrungen in Deutschland ein. Es kommen aschkenasische und sephardisch-mizrachische Jüdinnen und Juden zu Wort, queere und patrilinear geprägte Personen sowie solche, die aus der Ukraine oder Russland eingewandert sind. Andere haben tiefe familiäre Wurzeln in Deutschland, wieder andere haben sich nach Stationen in New York oder Tel Aviv bewusst für Berlin als Lebensmittelpunkt entschieden.

Die Autor:innen, Mascha Malburg und Joshua Schultheis, bringen unterschiedliche Hintergründe in das Projekt ein. Malburg, die Politikwissenschaft und Soziologie studiert hat, schreibt regelmäßig für die "Jüdische Allgemeine" über Politik, Gesellschaft und Religion. Schultheis, Redakteur im Politikressort derselben Zeitung, hat das Buch mitverfasst, um Stimmen sichtbar zu machen, die in der öffentlichen Debatte oft überhört werden.

Zur Buchpräsentation wird eine Diskussion mit Dinah Riese stattfinden, der Leiterin des Inlandsressorts der "Jüdischen Allgemeinen". Die Gespräche spiegeln die Bandbreite jüdischer Identitäten in Deutschland wider – von denen, die sich in ostdeutschen Städten gegen rechtsextreme Einflüsse engagieren, bis zu denen, die sich in Berlin ein neues Leben aufbauen.

Das Buch hinterfragt enge Wahrnehmungsmuster, indem es jüdisches Leben in Deutschland als facettenreich und dynamisch darstellt. Durch persönliche Erzählungen und offenen Austausch gibt es Stimmen Raum, die selten außerhalb spezifischer Debatten gehört werden. Die Sammlung liegt nun vor für Leser:innen, die ein tieferes Verständnis zeitgenössischer jüdischer Erfahrungen suchen.

Quelle