06 May 2026, 16:25

Autohändler fordern mehr politische Unterstützung im Wandel zur Elektromobilität

Schwarzes und weißes Foto eines Elektroautos aus den frühen 1900er Jahren mit schlankem, aerodynamischem Design, großem runden Scheinwerfer, geschwungener Dachlinie, vier großen Rädern und einem prominenten Heckmotor.

Autohändler fordern mehr politische Unterstützung im Wandel zur Elektromobilität

Der Verband der deutschen Autohändler (VAD) setzt sich für eine stärkere politische Vertretung der Branche ein. Burkhard Weller, Inhaber eines Autohauses und eine Schlüsselfigur im VAD, hat auf die drängenden Herausforderungen hingewiesen, mit denen Händler angesichts des Wandels hin zur Elektromobilität konfrontiert sind. Sein jüngster Auftritt im AUTOHAUS-Podcast unterstrich die Notwendigkeit klarer Vorgaben und einer schnellen Anpassung.

Weller fordert einfache und transparente Regeln für die Förderung von Elektrofahrzeugen. Die Bezugsberechtigung soll seiner Meinung nach ab dem 1. Januar gelten, auch junge Gebrauchtwagen einschließen und überflüssigen Bürokratieaufwand vermeiden. Ziel ist ein reibungsloser Prozess, der sich nahtlos in die Verkaufsabläufe einfügt.

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Der Aufstieg der Elektroautos verändert die Arbeitsweise der Autohäuser grundlegend. Da Elektrofahrzeuge weniger bewegliche Teile aufweisen, sinkt die Nachfrage nach klassischen Reparatur- und Wartungsleistungen. Weller prognostiziert, dass das Servicegeschäft dadurch um bis zu 50 Prozent schrumpfen könnte – ein Umstand, der die Händler zwingt, ihre Geschäftsmodelle neu zu denken.

Bei ersten Gesprächen in Berlin zeigte sich, dass Politiker aufgeschlossener reagieren, wenn Unternehmer direkt das Wort ergreifen. Der VAD strebt an, die Branche unabhängig zu vertreten und sicherzustellen, dass die Anliegen der Händler auf politischer Ebene Gehör finden.

Zudem erwartet Weller einen deutlichen Rückgang der Anzahl der Autohäuser. Er sagt voraus, dass im Zuge der Branchenkonsolidierung weniger als 3.000 unabhängige Standorte übrig bleiben werden. Die Aufgabe des VAD sieht er darin, die Händler durch strategische Neuausrichtung und politische Interessenvertretung bei der Bewältigung dieser Veränderungen zu unterstützen.

Der Vorstoß des VAD für klarere Förderregeln und mehr politischen Einfluss kommt zu einer Zeit, in der Händler mit sinkenden Serviceerlösen und einer schrumpfenden Zahl an Standorten kämpfen. Wellers Vorschläge zielen darauf ab, den Übergang zur Elektromobilität zu vereinfachen und gleichzeitig die Wettbewerbsfähigkeit der Branche zu sichern. Die Bemühungen des Verbandes könnten maßgeblich beeinflussen, wie sich Autohäuser in den kommenden Jahren anpassen werden.

Quelle