Frankfurt stiftet neuen Preis für Demokratie und europäische Einheit
Raphaela HermighausenFrankfurt stiftet neuen Preis für Demokratie und europäische Einheit
Neuer Preis für Demokratie und europäische Einheit wird in Frankfurt am Main verliehen
In Frankfurt am Main wird ein neuer Preis ins Leben gerufen, der Demokratie und europäische Einheit würdigt: der Europäische Paulskirchenpreis. Damit sollen Personen und Initiativen geehrt werden, die sich für Freiheit, Rechtsstaatlichkeit und ein vereintes Europa einsetzen. Die erste Verleihung findet im Mai 2026 statt, das Preisgeld beträgt 50.000 Euro.
Der Name des Preises bezieht sich auf die Frankfurter Paulskirche, in der 1848/1849 die erste frei gewählte deutsche Nationalversammlung tagte. Diese Versammlung legte den Grundstein für verfassungsmäßige Ordnung und demokratische Werte, die später im Grundgesetz verankert wurden. Der Preis erinnert an die historischen Debatten und ihre bis heute nachwirkende Bedeutung.
Bewerbungen sind vom 1. September bis zum 30. November möglich – eingereicht werden können Vorschläge auf Deutsch, Englisch oder Französisch. Geehrt werden können Einzelpersonen, Organisationen, zivilgesellschaftliche Gruppen oder Institutionen, die sich in herausragender Weise für Demokratie, Freiheit und Rechtsstaatlichkeit engagieren.
Eine 12-köpfige Jury aus prominenten Persönlichkeiten aus Politik, Wissenschaft und Kultur wird die Preisträgerin oder den Preisträger auswählen. Nach der ersten Verleihung 2026 soll der Preis alle zwei Jahre vergeben werden.
Der Europäische Paulskirchenpreis verbindet moderne demokratische Bestrebungen mit den historischen Idealen von 1848/1849. Die Ausgezeichneten erhalten 50.000 Euro sowie Anerkennung für ihren Einsatz für ein freies und vereintes Europa. Der Preis unterstreicht Frankfurts Rolle als Symbol für demokratischen Fortschritt.






