06 May 2026, 06:39

Telematikinfrastruktur: Frist für Therapeuten und Hilfsmittelanbieter bis 2027 verlängert

Schwarz-weißer Architekturplan des Rosenhof-Krankenhauses in Hamburg, Deutschland, mit detaillierten Plänen mit zahlreichen Drähten und beschrifteten Räumen, Fluren und Merkmalen auf altem Papier.

Telematikinfrastruktur: Frist für Therapeuten und Hilfsmittelanbieter bis 2027 verlängert

Deutschland hat die Frist für Therapeuten und Anbieter von medizinischen Hilfsmitteln zur Anbindung an die Telematikinfrastruktur (TI) verschoben. Der neue Stichtag ist nun der 1. Oktober 2027. Rund 90.000 Unternehmen, darunter Physiotherapeuten und Sanitätshäuser, erhalten so zusätzliche Zeit, um sich auf die digitale Umstellung vorzubereiten.

Die Verlängerung folgt auf Verzögerungen bei der Einführung des elektronischen Rezepts für Heil- und Hilfsmittel. Dieser Rückstand veranlasste die Verantwortlichen, den ursprünglichen Zeitplan anzupassen. Der Bundesverband selbstständiger Physiotherapeuten (IFK) begrüßt die Entscheidung und sieht darin die Möglichkeit, das TI-System vor der vollständigen Einführung weiter zu optimieren.

Das Deutsche Medizinrechenzentrum (DMRZ) rät Anbietern dennoch, die TI möglichst frühzeitig zu nutzen. Eine freiwillige Teilnahme könnte Unternehmen helfen, sich schneller anzupassen und letzte Hürden vor der Pflichtumstellung zu vermeiden.

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Unterdessen verzeichnet der IT-Dienstleister Cherry aufgrund verschobener Auftragseingänge für Hardware finanzielle Einbußen. Um die Auswirkungen abzufedern, treibt das Unternehmen lukrative Ersatzprojekte voran. Zudem konzentriert es sich auf Softwarelösungen wie das Terminal-Management-System (TMS) und den TI-Messenger (TIM). Die TIM.Pro-Lösung von Cherry hat bereits die Zertifizierung durch die gematik erhalten, die für die TI-Standards zuständig ist.

Die verlängerte Frist gibt den Anbietern fast drei zusätzliche Jahre, um sich an die TI anzubinden. Frühstarter könnten davon profitieren, während Unternehmen wie Cherry ihre Strategien anpassen, um Umsatzrückgänge auszugleichen. Ziel der Verschiebung ist es, einen reibungsloseren Übergang zu gewährleisten, sobald die Nutzung der TI verpflichtend wird.

Quelle